Monthly Archive for Oktober, 2008

Stayin’ Alive – Im wahrsten Sinne des Liedes…

Das Lied “Stayin’ Alive” von den Bee Gees ist laut Agenturmeldung wunderbar dazu geeignet, bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung den Takt von ungefähr 100 Drücken pro Minute einzuhalten. Das zumindest hat der Forscher David Matlock von der “Chicago Tribune” im US-Bundesstaat Illinois herausgefunden. Probanden, die den Song gehört haben, während sie die HLW gemacht haben, konnten auch später noch die Wiederbelebung mit der richtigen Geschwindigkeit vornehmen, da sie sich an den Rythmus erinnerten.

Herzdruckmassagen (Herz-Lungen-Wiederbelebung) gehören zu den wichtigsten Handgriffen im Rahmen der Ersten Hilfe. Besteht der Bedarf einer Druckmassage beim Patienten, so kann diese die Überlebenswahrscheinlichkeit um 300% steigern. Eine schnell eingeleitete Massage ist daher lebensrettend.

Neues Theme und neue Orientierung

Vor ungefähr einer Woche habe ich das Design von DanielGilbert.de grundlegend geändert. Der Grund liegt an der neuen Orientierung. Bislang war die Seite mein kleiner persönlicher Blog, auf dem ich chronologisch Geschichten aus meinem Leben aufgelistet habe. Die Geschichten aus dem Leben bleiben, allerdings mischen sich jetzt auch mehr und mehr Beiträge und Artikel darunter, die sich nicht oder nur bedingt an aktuellen Geschehnissen orientieren.

Zu diesem Zweck verwende ich ein Theme, dass das Design eines Online-Magazines imitiert. Dieses stammt von Michael Oeser, und ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Besonders die Möglichkeit der “Featured Articles” (bei mir “Spezial” genannt) und der “Titelgeschichte” gefallen mir sehr gut.

Alles in allem wird es nun zu weniger Rotationen bei den Themes kommen. Auch das Logo soll sich etablieren.

Desweiteren besteht nun die Möglichkeit, sich die Rolle eines Autors geben zu lassen. So ist es nach Überprüfung möglich, auf DanielGilbert.de Gastartikel zu Themen zu schreiben, bei denen ich euch möglichst freie Wahl lasse.

Hinweis: Die Bookmarks wurden mangels Interesse wieder entfernt. Die Tag Cloud wurde ebenfalls entfernt, da ich sie im neuen Kontext als Unpassend empfinde…

Happy Posting. ;)

Wie ein Netz die Welt verändert… Teil I

Einleitung

Als Timothy John Berners-Lee im Jahre 1989 seinem damaligen Arbeitgeber, dem CERN, ein Projekt vorschlug, mit dessen Hilfe sich Wissenschaftler auf aller Welt einfach austauschen könnten, dachte er sicher noch nicht darüber nach, das fast 20 Jahre später sein “World Wide Web” maßgeblich für den Alltag der industriellen Nationen sein wird.

In dieser Artikelserie möchte ich mich einmal näher mit dem Phänomen des “Web” auseinandersetzen. Im ersten Teil beleuchten wir die ersten Schritte des Webs, im zweiten die Entwicklung der Browser, im dritten Teil widmen wir uns der inhaltlichen Entwicklung des Webs, wobei wir im vierten Teil das als Web 2.0 zusammengefasste Phänomen gesondert beleuchten. Im fünften und letzen Teil wagen wir einen Ausblick auf das, was in naher Zukunft auf uns einprasseln könnte. Die Artikel werden in loser Reihenfolge veröffentlicht, Ziel ist jedoch, zwischen keinem Artikel mehr als 10 Tage vergehen zu lassen. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen. Hinweis: Eine Auflistung aller Quellen findet sich dann im fünften und letzten Teil. Außerdem wird es die gesamte Serie dann vermutlich als PDF-Download geben.

Wie alles begann…

1989 schlug Tim Berners-Lee seinem Arbeitgeber, dem Institut CERN, ein Projekt vor, an dessen Ende ein Infrastruktur stehen sollte, die es Wissenschaftlern weltweit ermöglicht, Informationen untereinander auszutauschen. Denn man muss Wissen, dass die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz genau durch das CERN verläuft und somit unterschiedliche technische Systeme existierten. Die Kommunikation und die technischen Grundlagen zum Austausch von Forschungsergebnissen waren katastrophal. Berners-Lee bekam den Segen für sein Projekt, und so entwickelte er noch im selben Jahr HTML, HTTP und die URL und schuf somit die Grundlage für das weltweite Netzwerk.

Am 25.12.1990 kommunizierte der von Berners-Lee entwickelte Browser “WorldWideWeb” zum aller ersten Mal mit dem von ihm ebenfalls entwickelten Webserver unter info.cern.ch

So kann man heutzutage, ohne dabei viel falsch zu machen, das CERN als Geburtsstätte des WWW betrachten.

Leider Gottes war dieser Browser auf NeXTStep programmiert worden und sehr abhängig von eben dieser Plattform. Berners-Lee und sein neu dazu gekommener Weggefährte, Robert Cailliau, seines Zeichen belgischer Professor mit einem ähnlichen Problem wie Berners-Lee, beschlossen das neu entwickelte System auf Unix zu portieren, was deutlich weiter verbreitet war als NeXT.

Da das CERN damals schon mit der Entwicklung des LHC beschäftigt war, blieb für Berners-Lee Idee kein Geld über, und so wurde auf studentische Hilfskräfte zurückgegriffen. Eine davon war die Mathematikstudentin  Nicola Pellow. Diese bekam den Auftrag, einen Browser zu schreiben, der auf nahezu allen Terminals funktioniert. Zwar ein Rückschritt gegenüber dem grafischen Browser von Berners-Lee, aber immerhin wurden nun auch die weiter verbreiteten Terminals unterstützt. Schnell erkannte er jedoch, dass es nicht Sinn und Zweck sein kann, mehr und mehr Zeit alleine in die Entwicklung der Browser zu stecken, da vom CERN vermutlich keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden würden.

So wurde die nächste studentische Hilfskraft, Jean-François Groff, im Herbst 1991 mit der Aufgabe vertraut, eine Anwendungsbibliothek für Unix zu schreiben, auf dessen Basis nun andere Entwickler einen grafischen Browser für das X-Window System von Unix schreiben könnten. Diese Bibliothek beinhaltete die Definitionen für das Übertragungsprotokoll HTTP, das einheitliche Adressierungsschema URI und die Auszeichnungssprache für Hypertext-Dokumente, kurz HTML.

Da die Bibliothek names libwww defacto Open-Source war, also komplett frei von Rechten im Spätsommer 1991 online gestellt wurde, dauert es nicht lange, bis die ersten Unix-Browser geschrieben wurden: Erwise und ViolaWWW

…der Weg zum Erfolg

Allerdings konnte sich zu dieser Zeit, um 1991/92, keiner wirklich für Berner-Lees und Cailliaus World Wide Web begeistern. Auf einer Hypertext-Konferenz namens “Hypertext 91″ Ende 1991 in San Antonio wurde der Vortragsvorschlag der beiden von der Liste der Vorträge gestrichen und ihrer Präsentation beschränkte sich auf das Foyer.

Dennoch wurde der Browser und der Webserver von Berners-Lee immer häufiger heruntergeladen und entwickelte sich auch im CERN zu einem anerkannten Dokumentationssystems. Immer neue Webserver entstanden und langsam gewann die Bewegung an Fahrt. Als dann die University of Minnesota plötzlich Lizenzgebühren für die kommerzielle Nutzung ihres Gopher-Protokolls verlangten, wuchs bei einigen Entwicklern die Sorge, dass dieses Schicksal auch dem von Berners-Lee entwickelten WWW-Protokoll ereilen könnte. Diese Sorge konnte jedoch schnell zerstreut werden, in dem das CERN Berners-Lee in einem Schriftstück im 1993 versicherte, dass ihm die freie Nutzbarkeit der Technologie zusicherte.

Schnell wurde klar, dass die Weiterentwicklung in ein Industriekonsortium ausgelagert werden müsste, denn ohne die Industrie mit im Boot zu haben, würde sich der Standard sicher schwerlich etablieren können.

So wurde 1994 das W3C (World Wide Web Consortium). Diesem schlossen sich immer mehr und mehr Unternehmen und Institutionen an, der Grundstein für den Boom des Internets war zumindest auf Seiten der Grundlagen gegeben.

Allerdings fehlte noch etwas Wichtiges: Ein Browser für die breite Masse. Warum ein Navigator die Herrschaft übernimmt, es zu einem reglerechten Krieg kommt und was ein Monster aus Japan damit zu tun hat, dazu gibt es dann mehr im nächsten Teil dieser Serie. ;)

Neues Studioalbum von AC/DC

Das Cover

Das Cover

Die Götter des Rocks bringen am Freitag, den 17.10.2008 ein neues Album in den Handel, namens “Black Ice”. Viele von euch haben vielleicht schon die Single-Auskopplung namens “Rock ‘n Roll Train” im Radio gehört. Ansonsten hilft auch eine kurze Suche bei Youtube.

Anhand dieser Single kann man eigentlich schon erkennen, dass es sich bei diesem Album um eine waschechte AC/DC-Platte handelt. Der Gesang von Brian Johnson ist wie immer unverkennbar, und nur die alten Fans erinnern sich noch an die Stimme von Bon Scott, der 1980 ums Leben kam.

Der typische, mit Worten unbeschreibliche AC/DC-Sound zieht sich durch das komplette Album, vom ersten bis zum letzten Lied bekommt man eine runde AC/DC-Kost serviert, die an alte Zeiten erinnern lässt. Wie zu erwarten finden sich fast ausnahmslos nur verhältnismäßig schnelle Lieder auf der CD, Balladen vermisst man komplett.

Was natürlich von den Fans erwartet wird, mag den Gelegenheitshörer enttäuschen: Streng genommen klingen alle Lieder auf dieser Platte gleich. Das klingt im ersten Moment zwar ziemlich hart, entspricht aber der Wahrheit. Ich habe den Verdacht, dass die “Hauptschuld” bei Johnson liegt, da seine charakteristisch gepresste Stimmenlage kaum viel Platz für Variationen lässt.

Sicher kann man darüber streiten, um man nicht mehr Mut zu Neuem hätte haben müssen. Auf der anderen Seite tut es einfach mal gut, AC/DC hören zu können,  ohne dabei die ollen Kamellen “Thunderstruck”, “Highway to Hell”, “Hells Bells” usw. ausgraben zu müssen (Nicht falsch verstehen: Die Lieder sind definitiv kultig!).

Fazit

Dieses Album ist ein must-have für alle Fans des Genres, und definitv ein must-have für alle AC/DC-Fans.

Das Album selbst erscheint in zwei Versionen: Einmal als “normales” Album, mit “rotem” Cover, und einmal als Digipak, mit erweiterten Booklet in einem “blauen” Cover. Die Preise liegen zwischen 14,99€ und 16,99€ bei den üblichen Verdächtigen. ;)

P.S.

Ein neues Album bedeutet natürlich auch immer eine Tour. Auch AC/DC gehen mit “Black Ice” auf Tour. Allerdings waren die Tickets schon nach 11 Minuten vergriffen, und im Moment werden die Karten auf den bekannten Plattformen zu Preisen von 200-400€ gehandelt. Daran lässt sich erkennen, wie sehr die Fangemeinde auf die neue Tour gewartet hat. Allerdings hat AC/DC schon verlauten lassen, dass man diese Jahr auch auf zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen auftreten will. Göttlich wäre natürlich, wenn AC/DC dieses Jahr zum 20. Geburtstag des Wacken Open Air antreten würden. Man darf gespannt sein… ;)

Neues Studioalbum von Guns N’Roses

Nach 15 Jahren Abstinenz kommt nun das neue Album von Guns’n'Roses auf den Markt. “Chinese Democracy” heißt das neue Album, welches am 23.11.2008 entscheiden soll. Passend zum Thema hat man einen Blogger verhaftet, der bereits 9 Songs des Albums zum Download angeboten hat.

Die Kaution liegt bei 10.000 US-$. Die Band selbst gibt dazu keinen Kommentar ab, sei aber sehr interessiert daran, die wahre Quelle zu erfahren.

[Bildquelle: http://www.geocities.com/Hollywood/Hills/1101/BAND5.JPG]