Das Bundesinnenministerium (aka Schäuble) sagte im Oktober 2008, dass die deutsche Regierung diesen “Unfug” in Bezug auf Ganzkörperscanner nicht mitmache. Das war vor einem Vierteljahr. Inzwischen heißt es: “Wenn es ein entsprechendes Gerät gibt, das die Persönlichkeitsrechte wahrt, hab’ ich damit kein Problem – aber wir sind noch nicht so weit.” (Innenminister Thomas de Maizière im Interview der SZ)
Eigentlich haben wir es ja schon immer gewusst: Der Staat will den gläsernen Bürger, um sich vor ihm besser schützen zu können. Und wie es aussieht, wird er ihn auch bekommen. In den Niederlanden werden die Scanner schon getestet. Was man aber bei all der Diskussion, die ich im Übrigen für ein elegantes Ablenkunsmanöver halte, vergisst, ist Folgendes:
Die USA wurden rechtzeitig vom Vater des Attentäters gewarnt. Das Problem ist: Es werden soviele Informationen gesammelt, dass die wirklich wichtigen schlichtweg untergehen. Bevor man also daherkommt, und immer neue Überwachsungsmethoden installieren will, sollte man vielleicht lieber mal die vorhandenen dahingehend optimieren, dass man die wichtigen Informationen herausfiltert.
Der Staat ist mit der schieren Flut an Daten doch eigentlich überlastet. Er mag es nur nicht zugeben.
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